Berge explodieren, Geschichte wird gemacht, es geht voran!
Vielleicht nicht ganz so gravierend wie in diesem Song der deutschen Rockband Fehlfarben das Vorankommen beschrieben wird, aber doch bedeutend ist, was sich in den letzten Tagen im Maschinenraum abspielt:
Benedict und Ich haben uns gestern zusammengesetzt und nach einer nahezu ein Jahr andauernden Phase des Nicht-Entwickelns beraten, wie wir die Turbinen wieder in Bewegung bringen. Das Ergebnis: Einfach anfangen!
So haben wir uns also einen leeren Ordner genommen und unsere Codebase neu aufgezogen. Während wir uns im letzten Jahr in abstrakten Welten von dubiosen Designpatterns und überladenen Konzepten bewegt haben, haben wir diesmal Nägel mit Köpfen gemacht: Features, Features, Features! ist das gesuchte Buzzword. In knapp 12 Stunden haben wir mit simpelsten Mitteln eine funktionierende Weboberfläche mit Template-Engine und Datenbank-Anbindung entworfen, in der auch schon eine kleine aber feine Benutzer-Tabelle angelegt ist. Die Segel sind gesetzt, der Kurs ist eingeschlagen: Als nächstes werden wir Benutzerprofile und Registrierungsmöglichkeiten implementieren, um dann auf Basis einer gesunden und atmenden Codebase all die schönen Dinge zu machen, über die wir hier schon so lange schrieben und noch immer schreiben.
Für die Geeks und Technix unter euch: Nachdem die ersten Entwürfe etwas in die Jahre gekommen sind und wir im Zuge von anderen Software-Projekten ein wenig mehr der Welt jenseits des Horizonts kennen, haben wir uns entschlossen nun PHP 5.3 mit all seinen Features und Macken einzusetzen. Als Datenbank verwenden wir weiterhin mySQL, aber mit veränderter Anbindung: Anstatt in strikter OO-Manier eine überkomplizierte Datenbank-Schicht zu schreiben, verbinden wir uns nun einfach via PDO (PHPs native Datenbank-Abstraktions-Schicht) und sind glücklich mit den bereits reichhaltigen Funktionen die PHP uns bietet.
Die wohl wichtigste Neuerung hingegen ist ein altes Konzept: Als Template-Engine benutzen wir XSL-T, mit dem träumenden Hintergedanken vll. eines Tages in andere Gewässer aufzubrechen, ohne unser Schiff neu streichen zu müssen. Damit haben wir in 12 Stunden bereits erste Grundlagen für eine strikte Separierung von Logik und Präsentation erzielt, die uns jetzt bereits erlaubt unsere Site zu lokalisieren (Sol-Re-Sol, wir kommen).
Frohen Mutes sind wir also in See gestochen – man darf gespannt sein, was die nächsten Monate bringen werden!
Drei Monate Entwicklung: Ein Rückblick in Zahlen und Diagrammen
Seit dem 03.11.2009 wird nun an Kunstretter programmiert. Im Folgenden möchte ich einen kleinen statistischen Einblick auf die bisherige Entwicklung ermöglichen und auch meine persönlichen Ansichten zum Entwicklungsprozess schildern. Die eigentlich schon länger fälligen “Neuigkeiten aus dem Maschinenraum” gibt es dann diesen Monat etwas später.
Für das Verständnis dieses Eintrags ist es wichtig, zwei Begriffe zu verstehen:
- Tickets. Das sind Einträge in einem internen Entwicklungswerkzeug (namens Trac), in der notiert wird, was bisher noch nicht so läuft wie es soll. Das können also Fehler sein (z. B. “Login funktioniert auch ohne Angabe eines Passworts”) oder Funktionen des Systems, die noch nicht programmiert wurden (z. B. “Suchfunktion”). Ein Ticket wird “geöffnet”, wenn es neu geschrieben wird, meistens dann, wenn jemandem der Fehler/die fehlende Funktion erstmals auffällt. Ein Ticket wird “geschlossen”, wenn entweder die Ursache für die Fehlfunktion im Programmcode korrigiert wurde – oder man feststellt, dass man ein ungültiges (“Hoppla, ich hatte mich ja nur vertippt”), doppeltes (“Oh, da hat Heinz ja vorgestern schon ein Ticket zu geöffnet”) oder nicht zu korrigierendes (“Ja, das ist so, aber das ist Absicht, weil …”) Ticket vor sich hat.
- Commits. Das sind Änderung am Programmcode. Das kann eine Korrektur eines Rechtschreibfehlers genau so sein, wie eine neue Suchfunktion, eine komplette Umstrukturierung der Seite oder gar eine Änderung, die überhaupt keinen bzw. keinen Sichtbaren Effekt hat. Es sagt nur aus, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt ein bestimmter Entwickler einen neuen Datenstand von seinem Rechner in den allgemeinen Programmcode (Repository) übertragen hat.
Die obige Grafik (Anklicken zum Vergrößern) zeigt die Anzahl der geöffneten, geschlossenen, noch verbleibenden offenen Tickets in bestimmten Zeitspannen an. Außerdem wird die Anzahl der Commits in diesen Zeitspannen angegeben. Am Anfang unserer Entwicklung haben wir noch mit anderen Werkzeugen gearbeitet, so dass ich bis zum 14.12.2009 keine Daten über Tickets vorliegen habe. Dieser Bereich ist blau hinterlegt und wird von mir im Folgenden nicht betrachtet. Wer sich dafür interessiert, was in dieser Zeit inhaltlich passiert ist, möge den entsprechenden Blogeintrag lesen.
Neues aus dem Maschinenraum: Teil 2 – Der Rohbau

Statistik
Eine ganze Menge hat sich im letzten Monat am Kunstretter-System getan.
Es wurden 116 Änderungen (Commits) durchgeführt, die meisten von Ju und mir. Es gibt bereits 4848 Zeilen Programmcode. An 18 der 34 Tage seit meinem letzten Blogpost wurde am Programmcode gearbeitet.
Neues aus dem Maschinenraum: Teil 1 – Das Fundament
Seit einem halben Jahr dümpelt der Kunstretter-Dampfer so vor sich hin, der Kartograph fertigt Pläne an, im Funkraum wird mehr oder weniger enthusiastisch (oder gar nicht) über die Lage berichtet, der Kapitän sucht verzweifelt nach jemandem, der bereit ist den Rumpf neu zu streichen und monatlich trifft man sich zur Lagebesprechung.
Während in den ersten fünf Monaten sehr genau festgelegt wurde, was wir erreichen wollen, welcher Mittel wir uns dazu bedienen wollen und wer wir überhaupt sind, wurde erst in diesem Monat mit der eigentlichen Entwicklung angefangen. Einer unserer Programmierer, Ju (^jf, der einzige der noch keinen Steckbrief hier hat
) wurde zum Leiter des Entwicklungsteams ernannt und nach ausführlichen Diskussionen darüber, welche Technologien wir einsetzen werden, wie genau die bereits erwähnte Featureliste zu verstehen ist usw. wurden die ersten Zeilen Code geschrieben.
In der Kategorie “Neues aus dem Maschinenraum” möchte ich in Zukunft regelmäßig alle 14 Tage monatlich darüber berichten, wie sich der Kunstretter-Programmcode entwickelt. Solange noch nichts sichtbares da ist, kann dieser Einblick sicherlich interessant für Außenstehende sein. Ich werde versuchen so wenige technische Begriffe zu verwenden wie möglich, keine Sorge.
Steckbrief: Julian (Finanzen & Sponsoring)
Kunstretter-Job: Finanzen, Sponsoring, Controling
Email: Julian@kunstretter.org
Alter: 23
Beruf: Musikmanagement, Filmproduktion, Studium
Künstlerisch tätig bin ich… on guitar and paper
Künstlerisch interessiere ich mich am meisten für…Musik Film Malerei Theater Architektur
Bei den Kunstrettern bin ich, weil… der gute Beni sonst eines Tages an Erschöpfung stirbt, und das will ich nicht. Aber auch sonst gibt es eine Menge gute Gründe: Ich schätze die Arbeit in selbstorganisierten Projekten, wir haben ein großartiges Team wirklich enthusiastischer Brains, und ich glaube an die Idee.
FUNKTIONEN VON KUNSTRETTER.ORG – TEIL 5: MAGAZIN
Magazine gibt es in unserer Mediengesellschaft viele. Von Printmagazinen wie dem FOCUS, Fernsehmagazinen wie den TAGESTHEMEN, Radiomagazinen wie dem DOPPEL-KOPF oder Onlinemagazinen wie SPIEGEL ONLINE. Das Magazin von Kunstretter soll die Funktion haben, die Leser über interessante Projekte, die Künstler auf Kunstretter vorstellen, in den jeweiligen kunstaffinen Bereichen Musik, Film , Literatur, Darstellende und Bildende Kunst zu informieren, Reportagen über die Entstehung und den Prozess der Verwirklichung der jeweiligen Projekte zu machen, Veranstaltungen zu rezensieren und diese mit Fotogalerien zu begleiten, interessante Künstler zu porträtieren sowie Interviews mit Kunstschaffenden, Kunstinteressierten und Spendern der jeweiligen Projekte zu führen.
Reportage
Hier sollen Projekte vom Entstehungsprozess bis zur Verwirklichung langfristig begleitet werden. Wie kam es überhaupt zur Idee, welche Voraussetzungen brachte das Projekt mit und wie entwickelte sich das Projekt bis zur möglichen Umsetzung? Durch die Berichterstattung von einzelnen Projekten soll Kunstinteressierten und Lesern des Magazins exemplarisch gezeigt werden, wie man auch selbst eigene Projekte entwickeln und umsetzen kann.







