Ohne Moos nix los – Finanzierungsstrategie
So, nachdem ich ein paar Tage Urlaub gemacht habe, gehts hier im Blog weiter. Einen Aspekt von kunstretter.org möchte ich besonders transparent behandeln: Wie soll sich das ganze finanzieren? Einerseits versuchen wir natürlich, besonders in der Anfangsphase, die Kosten möglichst gering zu halten. Unsere Mitarbeiter sind bisher alle ehrenamtlich dabei, das ist eine große Erleichterung. Aber irgendwann hoffen wir natürlich, dass das ganze eine irrsinnig große und folglich auch irrsinnig teure Sache wird. Mit Personal, Büro, Servern, Marketingmaterial usw.
Förderung der Förderung
Zunächst das Wichtigste: kunstretter.org soll komplett kostenfrei zu nutzen sein – für Künstler, Kunstinteressierte und alle anderen. Zur Finanzierung haben wir vier “Pfeiler” geplant.
Da wir von unserer Idee überzeugt sind, liegt es nahe, die Plattform selbst zur Finanzierung zu nutzen. Ähnlich, wie beim Sittichprojekt werden wir Projektprofile erstellen, auf denen wir Spenden sammeln werden. Es könnte für alle größeren einmaligen Ausgaben ein solches Projektprofil geben, aber auch z. B. “Voraussichtliche Betriebskosten für das Jahr 2012″. Genau wie bei allen anderen Projekten auf kunstretter.org, gehen wir davon aus, dass die benötigte Summe durch viele kleine Spenden erreicht wird.
Premiumangebote
Gerade wenn z. B. Künstler es besonders eilig haben, oder noch nicht fest im kunstretter.org-Netzwerk verwurzelt sind (d. h noch nicht viele Leute kennen), können die sogenannten “Premiumangebote” helfen, die Bekanntheit zu steigern, mehr Spenden zu sammeln und allgemein künstlerische Ziele zu erreichen. Folgende Angebote haben wir geplant:
- Vorstellung eines Projekts auf der kunstretter.org-Startseite
- Die Suchfunktion zeigt ein Projekt immer ganz oben (bzw. vor Projekten, die dieses Angebot nicht nutzen)
- Kauf von “Hilferufen”
Im Laufe der Zeit, werden wir sicher noch weitere Ideen für Zusatzangebote haben, die kostenpflichtig aber kostengünstig zu haben sind.
Sponsoring und Werbung
Trotz den beiden oben genannten Konzepten, wird es vermutlich nicht ohne Sponsoring und/oder Werbung klappen. Wir versuchen dabei natürlich einen Ansatz zu finden, der die Nutzer von kunstretter.org möglichst wenig stört. Wir mögen selbst keine Werbebanner oder flackernde Flashgewinnspiele. Daher wäre es mir zumindest lieber, dass z. B. unser Logo den Zusatz “powered by Sponsorenname” erhält, als auf jeder Seite eine Werbeanzeige des entsprechenden Sponsors zu schalten.
Vielleicht finden wir ja auch Werbeformen, die gar nicht unangenehm für unsere Nutzer sind. Und zu guter Letzt könnte es sinnvoll sein, Werbung nur “in der Peripherie”, d. h. im Entwicklungsblog, im Magazin, etc. zu schalten, anstatt auf dem Kernangebot. Trotz allem sollte Werbung natürlich die Ausnahme bleiben.
Ein Stück vom Kuchen
Den letzten möglichen “Finanzierungspfeiler” möchten wir nur dann einsetzen, wenn die oberen drei Möglichkeiten voll ausgereizt sind und das Geld trotzdem hinten und vorne nicht ausreicht. Es handelt sich um eine prozentuale Abgabe auf die über kunstretter.org getätigten Spenden (z. B. bei 10% würden von einer Spende von 4 Euro 40 Cent von uns einbehalten werden, der Künstler erhält noch 3,60 Euro). Würden wir das einsetzen, dann fragten sich sicher viele, warum sie dem Künstler das Geld nicht direkt überweisen sollten. Unsere Antwort wäre die Garantie, dass das Geld nicht einfach weg ist, die ich im Blogeintrag über Spenden ja bereits beschrieben habe.
Ideen und Kommentare zu diesem Eintrag sind natürlich wie immer erwünscht.



